Glossar:

Stand: 02.10.10


Worterläuterung



[A] [B] [C] [D] [E] [F][G] [H] [I] [J] [K] [L] [M] [N] [O] [P] [Q] [R] [S] [T] [U] [V] [W] [X] [Y] [Z]


A
Wort

Beschreibung
Akrizide Pflanzenschutzmittel gegen Spinnmilben, (z.B. gegen die "rote Spinne").
Aktivkohle (Holzkohle) stark pilzhemmend, ideal als Zuschlagstoff (5-10 % vol. d.h. 50-100 ml pro Liter Substrat/Erde). Für Aussaatsubstrat 10-20% vol.(100-200 ml pro Liter Aussaatsubstrat).
Arid arides Klima (typisch für die Standorte von sog. "schwierigen" Kakteenarten. Die Verdünstungsmenge ist grösser als die Niederschlagsmenge. Grundwasser verdünstet, Sälze kristalisieren aus. Leitfähigkeit und pH-Wert steigt sehr stark an. (pH-Wert > 8 , Ariocarpus kotschoubeyanus sogar > 9 = eindeutlich alkalisch). Trotzdem keine Wachstumstörungen bei den Pflanzen ! Wer unbedingt solche Kakteen in "klassischen" sauren Substraten / Erdmischungen wurzelecht kultuvieren will, der braucht sich über Misserfolge wohl nicht beklagen...
B
Wort

Beschreibung
Bestäubung = Übertragung der Pollenkörner auf die Narbe. Siehe selbststeril
Bischofsmütze

siehe Pflanzenliste, Astrophytum myriostigma.

Blühinduktion erfolgt bei niedrigen Temperaturen, in Europa blühförderde Kälteperiode in den Winterwochen. Die Temperatur soll nachts nicht höher als 5-10°C sein. (Ausnahme; wenige sog. wärmeliebende Arten)
Bodenreaktion -siehe pH-Wert -siehe arid
C
Wort

Beschreibung
Ca - Calcium

sehr wichtig für den Aufbau von Pflanzenzellen. Es puffert den pH-Wert des Substrates (der Erde), als CaCO3 (Calziumcarbonat) somit keine Übersäuerung ensteht.

D
Wort

Beschreibung
Düngen Kakteen werden ausschliesslich im Sommer gedüngt ! Bei Verwendung von rein mineralichen Substraten wird 4-6 mal pro Vegetationsperiode (Jahr) meistens mit 0,2% Düngerkonzentration gedüngt.Ein unnatürlicher Wachstum entsteht nicht durch zu hohen Dünger Gehalt (Zufuhr), sondern durch "Kulturfehler" wie z.B. zu viel Wasser, Lichtmangel, krankes Wurzelsystem, zu hohe Luftfeuchtigkeit.
E
Wort

Beschreibung
Enthärten siehe Wasserhärte. Ab 10° dH muss das Giesswasser enthärtet werden. Kleines Volumen (bis 10 Liter) kann mit dem Torf aufgearbeitet werden. (50-60 g Torf in Gaze einbeuteln und über die Nacht ziehen lassen). Grössere Mengen siehe: -Oxalsäure -Schwefelsäure
F
Wort

Beschreibung
Fe - Eisen sehr wichtig! (besonders in der Hydrokultur/rein mineralische Substrate) Eisenmangel verursacht sog. Chlorose. Abhilfe; z.B. Fetrilon, 0,02-0,03% Lösung im Sommer.
Fungizide Pflanzenschutzmittel gegen Pilzkrankheiten, (z.B. gegen Botrytis cinerea,Fusarium,Pytium,Phytophora,Helminthosphorum,u.s.w)
G
Wort

Beschreibung
Giessen es gibt ("leider") kein Patentrezept. Gründsätzlich sollte nur in grösseren Abständen, dann umso reichlicher gegossen werden. Im Winter darf nicht gegossen werden!!! Überwinterungstemperatur; nachts 5-10°C, am Tage darf es etwas wärmer werden.
Greisenhaupt Cephalocereus senilis, siehe Photo-Galerie
H
Wort

Beschreibung
Holzkohle wirkt Pilzhemmend. Als geringer Substratbestandteil (besonders im Aussaatsubstrat) nur zum empfehlen...
Holzkohle (Aktivkohle) stark pilzhemmend, ideal als Zuschlagstoff (5-10 % vol. d.h. 50-100 ml pro Liter Substrat/Erde). Für Aussaatsubstrat 10-20% vol.(100-200 ml pro Liter Aussaatsubstrat).
Humid humides Klima (typisch in Europa). Gegenteil vom ariden Klima. Niederschlagsmenge ist wesentlich höher als Verdünstungsmenge. Mineralsälze werden ausgewaschen, Gefahr von "Versauerung" der Erde. (es muss regelmässig nachgedüngt und gekalkt werden).
I
Wort

Beschreibung
Insektizide Pflanzenschutzmittel gegen Insekten, (z.B. gegen Blatt,-Schild,-Schmier,-Wurzelläuse, weisse Fliege,Trauermücke,u.s.w.).
K
Wort

Beschreibung
K - Kalium regelt den Wasserhaushalt in den Zellen. K-Mangel verursacht Wachstumstörungen, Sehr wichtig für die Blühwilligkeit / Blüteninduktion.
Kleistogamie = Selbstbestäubung und Samenbildung bei geschlossener Blüte (alle Frailea-Arten)
Königin der Nacht

siehe Pflanzenliste, Selenicereus grandiflorus.

L
Wort

Beschreibung
Licht kurz gesagt, durch nichts zu ersetzen !!! Erwachsene Kakteen brauchen eine Lichtintensität von mind. 10.000 Lux. Aussaaten und kleine Sämlinge brauchen um 6000 Lux.
Luft sorgen Sie für hohe Luftzirkulation, (viel "frische Luft") im Sommer, im Winter sorgen sie mit einem Ventilator für ausreichende Lufzirkulation, bei schönem Wetter auch im Winter so oft wie möglich lüften !).
M
Wort

Beschreibung
Mg - Magnesium sehr wichtg für die Pflanzen. Magnesium-Mangel führt so wie Eisen-Mangel zu Chlorosen.
Molluskizide Mittel gegen Schnecken.
N
Wort

Beschreibung
N - Stickstoff in der Wachstumsphase (Sommer) unerlässlich. Ein unnatürlicher Wachstum entsteht nicht durch zu hohen Stickstoff Gehalt (Zufuhr), sondern durch "Kulturfehler" wie z.B. zu viel Wasser, Lichtmangel, krankes Wurzelsystem, zu hohe Luftfeuchtigkeit.
Nemazide Pflanzenschutzmittel gegen Nematoden (Wurzelälchen).
O
Wort

Beschreibung
Oxalsäure

H2C2O4 (Oxalsäure) (Xi,reizend), wird gerne zur Wasserenthärtung verwendet. (um die permanente Wasserhärte zu beseitigen). 2,25 g H2C2O4 x 2H2O (Oxalsäure Dihydrat) enthärten 10 Liter Wasser um 10° dH (siehe Wasserhärte). CaC2O4 (Calciumoxalat)fällt aus und lässt sich durch dekantieren (am besten über die Nacht stehen lassen) problemlos vom Wasser trennen.

P
Wort

Beschreibung
P - Phosphor unerlässlich für den Zellenaufbau, fördert den Blüten und Samenansatz. Garant für gesundes Wachstum !
PH-Wert

pH-Wert (potentia hydrogenii). Der pH-Wert ist der negative dekadische Logarithmus des Zahlenwertes der Wasserstoffkonzentration cH bzw.(H+) pH = -lg cH+ kurz gesagt; pH-Wert von 1 bis 6.99 = sauer pH-Wert von 7,0 = neutral pH-Wert von 7,01 bis 14 = alkalisch -siehe arid / humid

Peyote

siehe Pflanzenliste,  Lophophora williamsii.

Peyotle

siehe Pflanzenliste, Lophophora williamsii.

Phosphorige Säure

H2PHO3, zum Wasserenthärten abzuraten (Scheineffekt). Phosphorsälze sind (meistens) sehr gut wasserlösslich, neigen zu Kompexbildung, somit erhöhen sie nur die permanente Härte. -siehe Wasserhärte

R
Wort

Beschreibung
Regenwasser

eigentlich ein ideales Giesswasser, wenn es rein wäre... Meistens (durch die Industrie/Verkehr) mit H2S (Schwefelwasserstoff) und SO2 (Schwefeldioxid) verunreinigt. Es müsste durch die Filtration (Filter mit Aktivkohle) gereinigt werden.

S
Wort

Beschreibung
Saguaro

Carnegiea gigantea, siehe Pflanzenliste

Salpetersäure

HNO3, zum Wasserenthärten abzuraten (Scheineffekt). Nitrate sind sehr gut wasserlösslich, somit erhöhen sie nur die permanente Härte. -siehe Wasserhärte

Salzsäure

HCl, zum Wasserenthärten abzuraten (Scheineffekt) Chloride sind sehr gut wasserlösslich, somit erhöhen sie nur die permanente Härte. Für die meisten Pflanzen sind Cl- Anionen schädlich. - siehe Wasserhärte

San Pedro

siehe Pflanzenliste, Trichocereus pachanoi.

Schlangenkaktus

siehe Pflanzenliste, Aporocactus flagelliformis.

Schwefelsäure

H2SO4 (Schwefelsäure) (Ätzend !) Wird gerne zur Wasserenthärtung verwendet. (Um die permanente Wasserhärte zu beseitigen). 1 ml konzentrierte H2SO4 (98%-ge) enthärtet 10 Liter Wasser um 10° dH (siehe Wasserhärte). CaSO4 x 2H2O (Calziumsulfat Dihydrat) (Gips)fällt aus und lässt sich durch dekantieren (am besten über die Nacht stehen lassen) problemlos vom Wasser trennen. Für alle Chemie-Muffel; Immer Säure ins Wasser giessen ! Nie umgekehrt !!! Mein persönlicher Tipp; verwenden Sie lieber Oxalsäure, keine Verätzungsgefahr und bessere Wirkung.

Schwiegermuttersitz

siehe Pflanzenliste, Echinocactus grussonii.

Schwiegermutterstuhl

siehe Pflanzenliste, Echinocactus grussonii.

Selbstfertil = selbstfruchtbar (ohne Fremdbestäubung)
Selbststeril die meisten Kakteen sind selbststeril, d.h. es werden mindestens zwei Exemplare benötigt um Samen erzeugen zu können.
Silberkerze

Cleistocactus strausii, siehe Pflanzenliste.

Spurelementen unentberlich, obwohl nur in extrem kleinen Mengen benötigt. Cu-Kupfer, B-Bor, Zn-Zink, Li-Lithium, S-Schwefel, Mn-Mangan, Mo-Molybdän, Sn-Zinn, u.s.w.
T
Wort

Beschreibung
Temperaturschwankungen Temperaturschwankungen (Tag/Nacht), frische Luft und genügend Licht bewirken bei Kakteen wahre Wunder...
U
Wort

Beschreibung
UV-Licht UV-Licht (250-400 nm Wellenlänge) hemmt das Streckunswachstum, sorgt für dichte Behaarung und kräftige Bedornung. Leider wird durch Glas fast vollständig absorbiert. Abhilfe: Plexiglas (R) ohne UV-Filterbeschichtung.
W
Wort

Beschreibung
Wasserhärte

Ursache; Ca2+ und Mg2+ - Ionen. Härtegrade; 1°dH (= 1 Grad deutscher Härte) entspricht 10mg CaO in 1 l Wasser. (Der geringere Mg-Gehalt wird auf CaO umgerechnet). Einteilung; - temporäre Härte; verschwindet beim Erhitzen, sie beruht auf dem Gehalt von Calzium - und Magnesiumhydrogencarbonat, Ca(HCO3)2 bzw. Mg(HCO3)2. - permanente Härte; bleibt beim Erhitzen bestehen. (Restlicher Gehalt an Ca2+ und Mg2+ Kationen.

Z
Wort

Beschreibung
Zitronensäure zum Wasserenthärten abzuraten (Scheineffekt) Senkt nur den pH-Wert. Calciumcitronat ist gut wasserlösslich, somit erhöht es nur die permanente Härte. -siehe Wasserhärte
l
Wort

Beschreibung
lebende Steine

siehe Pflanzenliste, Litops.



[A] [B] [C] [D] [E] [F][G] [H] [I] [J] [K] [L] [M] [N] [O] [P] [Q] [R] [S] [T] [U] [V] [W] [X] [Y] [Z]